DER GALILÄER

Buchwald beherrscht das Spiel mit Nuancen, reagiert blitzschnell auf Veränderungen der Dramaturgie und schafft es, noch zur kleinsten Handbewegung eines Mimen die passende Melodie zu improvisieren. Er vertonte den Galiläer eher vorsichtig interpretierend, um die deutlichen antisemitischen Tendenzen der Darstellung der jüdischen Priester nicht noch vorsätzlich zu verstärken. Auch da liegt die Macht der Töne. Badische Zeitung 24.7.1998